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Das Akanthus Ensemble Berlin wurde im Jahr 2001 von Karsten Windt, erster Geiger im Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und Konzertmoderator, dem Pianisten Paul Rivinius und ausgesuchten Musikern des Orchesters gegründet. Die Auftritte des vielseitigen Ensembles erhalten durch die sympatisch-lockere  Moderation von Karsten Windt (in deutscher, englischer oder französischer Sprache) eine besondere persönliche Note.

In ihren moderierten Themenabenden beweisen die Musiker immer wieder, wie schön es ist, wenn Kammermusik auf höchstem Niveau und zugleich in lockerer, unterhaltsamer Form aufgeführt wird. Nicht nur selten gespielte Meisterwerke und kostbare Wiederentdeckungen finden ihren Platz in den Akanthus-Programmen. Auch die Kombination mit anderen Musikstilen wie dem argentinischen Tango hat schon viele Zuhörer begeistert, wie z.B. beim Spanisch-Südamerikanischen Musikabend im Rahmen der Brandenburgischen Sommerkonzerte. Mit seinen klassischen Programmen und  Themenabenden ‚Mozart und seiner Vorbilder’,  ‚Israel’ und ‚Brasilien’ bereicherte das Akanthus Ensemble die Kammerkonzertserie 2005/06 des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin mit zahlreichen Gastsolisten aus dem DSO an der Harfe, Klarinette, Flöte und am Vibraphon.


Von einem Auftritt bei den Brandenburgischen Sommerkonzerten drehte der ORB (heute RBB) einen kurzen Dokumentarfilm, der HIER als Quicktime Video anzuschauen ist. Im Botanischen Garten Berlin erspielten sich die Musiker mit ihrem spanisch-südamerikanischen Programm und den Themenabenden ‚Nur wer die Sehnsucht kennt – die russische Seele in der Musik’ und ‚Paris – Moskau  -  mit dem Akanthus Ensemble einmal quer durch Europa’ eine regelrechte Fangemeinde, deren Feedback vom Berliner Tagespiegel begeistert geteilt wurde.


BRANDENBURGISCHE SOMMERKONZERTE
Nach der Aufführung des Forellenquintetts von Franz Schubert

"NUR WER DIE SEHNSUCHT KENNT"
Das Akanthus Ensemble vor ausverkauftem Haus
in der Konzertreihe "Klassik im Grünen"
im Botanischen Garten Berlin

Der Tagesspiegel - Konzertkritik v. 11. Juli 2006


Töne wie Tropfen


Unwetter? Ach was! Die alte Dame, die durchnässt zum Glashaus des Botanischen Gartens stapft, hat schon anderes erlebt. Drinnen kleben Dauerwellen und Kleider an Körpern und Köpfen, barfuss watet man zwischen Wasserfällen aus undichten DachsteIlen zu den wenigen freien Plätzen. Das Auditorium ist trotz des Gewitters am Samstag fast voll. Eine klare Willenserklärung des Publikums, die sich nicht ignorieren lässt. Nachdem der Pianist seine Skepsis ob der Wasserlache neben dem Flügel überwunden hat, legt das Akanthus Ensemble, ein Klaviertrio aus Mitgliedern des Deutschen Symphonie Orchesters, los. Und es zeigt sich: der Botanische Garten hat als Musikveranstalter einen grünen Daumen. 

Das Programm mit Musik aus der Achse Paris-Moskau ist populär und rar zugleich, die thematisch-biographischen Querbezüge erläutert Violinist Karsten Windt in knapper und lockerer Moderation. Zu entdecken gibt es etwa die sommerlich-entspannten Trio-Miniaturen des aus Moskau stammenden Spätromantikers Paul Juon (1872 - 1940), der übrigens lange als Kompositionsprofessor in Berlin wirkte. Anton Arenskys Opus 32 kauft man den Interpreten sogar als Meisterwerk der spätromantischen Klaviertriokunst ab; die von Verve und lockerer, aber nie fahrlässiger Spielfreude und Ausrucksbereitschaft geprägte Interpretation wird zum Höhepunkt des Abends...

 

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