Beispiel: Russischer Konzertabend
Russische Musik ist meist Musik für Herz und Seele, und trotzdem findet eine große Menge russischer Meisterwerke nur zu selten den Weg in unsere Konzertsäle! Dieses Konzert wurde dazu konzipiert, den Reichtum russischer Musikkultur aufzuzeigen und angemessen zu würdigen.
Die beiden wichtigsten Facetten russischer Symphonik kommen hier zum Tragen: brillante Virtuosität und gefühlvolle Melancholie. Die russische Seele in der Musik ist ein Schatz, den es immer wieder zu heben gilt. Neben bekannten russischen Komponisten wie Tschaikowski oder Rachmaninoff erhalten in diesem Programm auch hierzulande weniger oft gespielte Komponisten einen gebührenden Platz, wie z.B. Glasunow, Tanejew oder Borodin.
Einen interessanten Aspekt russischer Musikkultur stellen in diesem Zusammenhang die Werke von Bruch und Lalo dar: so wie russische Musiker das westeuropäische Musikleben rege verfolgten, fühlten sich umgekehrt auch westliche Komponisten vom russischen Wesen angezogen. Als besonderes Bonbon, sonst eine Rarität in den Konzertprogrammen: Ein Walzer und eine Polka von Johann Strauss (Sohn) aus der Zeit, in der er als Kapellmeister der russischen Eisenbahngesellschaft in der Nähe von Petersburg tätig war.
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